Programm 2026
Die Eröffnung und die Keynote finden im Großen Festsaal statt.
Die nachfolgenden Vorträge werden thematisch in verschiedene Tracks unterteilt. Alle Programmpunkte eines Themas finden im selben Raum statt. Insgesamt verteilen sich die Tracks auf vier verschiedene Räume und laufen parallel zueinander.
Zudem werden ausgewählte Vorträge aus dem Großen und Mittleren Festsaal live via YouTube gestreamt.
Allgemeines Rahmenprogramm:
- Firmenausstellung | A.0.19 Aula A & Verbindungsachse zu Gebäude B
- Graduate Lounge | A.0.11 Kleiner Festsaal, Gebäude A
- Fotobox | Bildungsachse, Aula A
- Cyber Escape Room | Parkplatz USTP
Das Programm wird demnächst auch in unserer Event-App veröffentlicht!
Stellen Sie Ihr Wunschprogramm zusammen, erfahren Sie mehr über unsere Speaker*innen und erhalten Sie eine Übersicht über alle Aussteller*innen.
Hier können Sie das Programm als PDF downloaden.
Johann Haag | Geschäftsführer, USTP
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Simon Tjoa | Leiter des Departments Informatik & Security, USTP
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Jens Wiesner | Referatsleiter TK15 - Industrielle Steuerungs- und Automatisierungssysteme, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Florian Schmidt | TÜV Süd
Der Cyber Resilience Act (CRA) stellt Hersteller vor neue Herausforderungen. Viele Unternehmen kennen die Anforderungen, jedoch fehlt häufig ein klarer Weg zur praktischen Umsetzung und zur späteren Nachweisführung.
Der Vortrag betrachtet den CRA aus Sicht einer unabhängigen Prüfstelle und zeigt auf, welche technischen, organisatorischen und prozessualen Maßnahmen Hersteller bereits heute angehen sollten. Basierend auf Erfahrungen aus Cybersecurity-Assessments, Penetration Testing und der Entwicklung einer ganzheitlichen CRA-Teststrategie werden typische Schwachstellen, häufige Fehlannahmen und bewährte Vorgehensweisen vorgestellt.
Im Fokus stehen praxisnahe Antworten auf die Fragen: Welche Nachweise werden benötigt? Welche Testaktivitäten sind sinnvoll? Und wie können Entwicklung, Security und Compliance effizient zusammenarbeiten?
Denn eines ist sicher: Vom CRA betroffen ist nahezu jeder Hersteller – vorbereitet sind bislang nur die wenigsten.
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Rainer Poisel | honeytreeLabs/Embedded Focus
Viele Unternehmen möchten AI-Systeme einsetzen, stehen jedoch vor Fragen zu Datenschutz, Compliance, Vendor-Lock-in und den Kosten lokaler Infrastruktur. Gleichzeitig ist oft unklar, welche Modelle und Hardwarekonfigurationen für die eigenen Anwendungsfälle geeignet sind.
Der Vortrag stellt das Konzept eines „Local AI Inference Lab“ vor, mit dem Open-Weight-Modelle, Hardwareplattformen und agentenbasierte Workflows unter realistischen Bedingungen evaluiert werden können. Statt sich auf Herstellerangaben oder Benchmarktabellen zu verlassen, dienen eigene Arbeitsabläufe und Anwendungsfälle als Grundlage für eine fundierte Bewertung.
Anhand praktischer Beispiele wird gezeigt, wie sich Leistungsfähigkeit, Kosten, Sicherheit und Datensouveränität systematisch bewerten lassen. Die Teilnehmenden erhalten einen praxisnahen Ansatz, um AI-Infrastrukturen souverän, sicher und evidenzbasiert einzuführen.
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Anna Habenegg | PwC Österreich
OT-Security gewinnt branchenübergreifend rasant an Bedeutung – doch schon bei den grundlegenden Begrifflichkeiten beginnt die Verwirrung: Was genau unterscheidet OT von ICS? Wo hören Cyber-Physical Systems (CPS) auf, und wo fängt das Internet of Things (IoT) an? Und gehört die Gebäudeautomation nun dazu – oder nicht? Wer sich erstmals mit der Absicherung operativer Technologien beschäftigt, sieht sich einem Dschungel aus Akronymen, überlappenden Definitionen und widersprüchlichen Branchenstandards gegenüber.
Thomas Mann | CIS Certification GmbH
Mit dem NIS-2 Gesetz 2026 wird Cybersecurity endgültig zur Chefsache – und zum geopolitischen Thema. Während Unternehmen mit steigenden regulatorischen Anforderungen und drohenden Sanktionen konfrontiert sind, zeigt sich gleichzeitig: Cyberresilienz ist längst nicht mehr nur eine betriebliche Aufgabe, sondern eine Frage nationaler Sicherheit. Aktuelle Analysen zeigen, dass ein Großteil der Unternehmen noch nicht ausreichend auf NIS-2 vorbereitet ist und die Betroffenheit sowie der Umsetzungsaufwand häufig falsch eingeschätzt werden.
Dieser Vortrag beleuchtet die Schnittstelle zwischen operativer Umsetzung von NIS-2 in österreichischen Unternehmen und dessen Bedeutung für die nationale und europäische Cybersicherheit. Wie können Organisationen regulatorische Anforderungen nicht nur erfüllen, sondern als strategischen Wettbewerbsvorteil nutzen? Welche Rolle spielen Unternehmen im Spannungsfeld zwischen nationaler Gesetzgebung, internationaler Zusammenarbeit und Cyberbedrohungen?
Myriam Teicher | nordpol.Security
Digitale Souveränität wird häufig auf die Frage reduziert, wo Daten gespeichert werden oder welcher Cloud-Anbieter genutzt wird. Doch echte Souveränität geht weit darüber hinaus. Sie beginnt dort, wo Organisationen ihre Abhängigkeiten kennen, ihre Risiken verstehen und auch in Krisensituationen handlungsfähig bleiben.
Dieser Vortrag beleuchtet digitale Souveränität aus der Perspektive der Governance. Es wird gezeigt, wie Unternehmen schrittweise Kontrolle über Daten, Technologien und Wissen verlieren können, leider oft, ohne es zu bemerken. Gleichzeitig wird diskutiert, welche Rolle Open Source, offene Standards sowie regulatorische Anforderungen dabei spielen.
Der Vortrag hinterfragt verbreitete Annahmen über digitale Unabhängigkeit und zeigt auf, wie Organisationen Scheinsouveränität von echter Handlungsfähigkeit unterscheiden können.
Ilyas Demirtas, Kai Starik | Deloitte Consulting GmbH
Künstliche Intelligenz verändert die Cybersecurity grundlegend. Sie wird zunehmend Bestandteil kritischer Geschäftsprozesse, eröffnet Unternehmen neue Möglichkeiten und verschafft gleichzeitig auch Angreifern neue Fähigkeiten. KI ist heute gleichzeitig Angriffswerkzeug, Angriffsziel und Verteidigungstechnologie und verändert damit die Spielregeln der Cybersecurity. Aus dieser neuen Realität ergeben sich für Unternehmen drei zentrale Herausforderungen Resilience, Regulation und Sovereignty.
Resilience: Generative KI beschleunigt Angriffe wie Phishing, Deepfakes oder autonome Agents, eröffnet Verteidigern aber gleichzeitig neue Möglichkeiten in Detection, Triage und Incident Response.
Regulation: Mit EU AI Act, NIS2 und DORA wird der Einsatz von KI selbst zum Compliance-Objekt – mit neuen Anforderungen an Governance, Dokumentation und Risikomanagement.
Sovereignty: Wer sensible Daten in fremde Modelle gibt, verliert potenziell die Kontrolle über Daten, Modelle und Infrastruktur.
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Dominik Auer | Fidela GmbH
Kleine und mittlere Unternehmen sowie kleine Zulieferer in der NIS2-Lieferkette stehen zunehmend unter Druck, Cybersecurity-Anforderungen nicht nur umzusetzen, sondern auch nachvollziehbar zu dokumentieren und nachzuweisen. Oft fehlen dafür Fachpersonal, Zeit und passende Leitfäden.
Der Vortrag zeigt anhand meiner Masterarbeit und des darauf aufbauenden Forschungsprojekts, wie man ein kontextbasiertes Cyber-Hygiene-Managementsystem für KMUs aufbaut – von der Übersetzung abstrakter NIS2-Anforderungen in verständliche Bausteine bis zu den Design-Entscheidungen, die daraus ein "lebendes System" statt einer statischen Checkliste machen. Im Zentrum stehen Erkenntnisse aus der Ausarbeitung und warum KI-gestützte Befüllung und ein Open-Source-Ansatz der Gamechanger sein können, um die strukturellen Herausforderungen kleiner Unternehmen zu adressieren.
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Daniel Haslinger & Christoph Lang-Muhr | USTP
Auch 2026 schließen wir die IT-SECX wieder mit einem Streifzug durch Ereignisse und Meldungen der vergangenen Jahre, beleuchten und hinterfragen, was sich in Bezug auf das Netz und die Security so alles getan hat und versuchen uns in der Kunst der Wahrsagerei.
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Christian Wojner & Wolfgang Löw | EVN AG
Wie wird Schadsoftware untersucht, wenn sie in einer Organisation der Kritischen Infrastruktur entdeckt wird? Dieser Vortrag gibt einen praxisnahen Einblick in das Malware-Labor eines österreichischen Energieversorgers und zeigt, wie verdächtige Dateien sicher analysiert und bewertet werden.
Vorgestellt werden Aufbau, Architektur und Zielsetzung der Analyseumgebung sowie die eingesetzten Werkzeuge und deren Rolle im Analyseprozess. Anhand von Beispielen wird gezeigt, welche Fragestellungen ein Malware-Labor adressieren kann – von verdächtigen Email-Anhängen, über unbekannte Skripte, bis hin zu zielgerichteten Executables.
Der Vortrag richtet sich an Studierende, Security-Interessierte sowie Vertreter von Unternehmen und Organisationen, die Malware-Analyse in der Praxis kennenlernen oder entsprechende Skills aufbauen möchten. Ziel ist es, einen authentischen Einblick in den Alltag eines Cyber Defense Centers zu vermitteln und die Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen.
Jürgen Waldl | base-IT GmbH
Multi-Faktor-Authentifizierung galt lange als Sicherheitsgarant – doch Adversary-in-the-Middle (AiTM) Phishing-Angriffe hebeln selbst MFA-geschützte Microsoft Entra Identitäten zuverlässig aus.
In dieser Session analysieren wir die Anatomie moderner AiTM-Angriffe auf Microsoft Entra Umgebungen und bewerten gängige Verteidigungsstrategien – von Conditional Access über Token Protection bis hin zu Phishing-resistenter Authentifizierung mit FIDO2 und Passkeys. Darüber hinaus stelle ich mehrere Eigenentwicklungen & Automatisierungen zur effektiven Abwehr von AiTM-Phishing vor.
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David Wind | slashsec Red Teaming GmbH
APT- und kriminelle Kampagnen werden täglich gegen produktive EDRs, reife SOCs und Browser-Reputationsdienste erprobt. Was funktioniert, überlebt – und genau das macht ihre Tradecraft zu einer nützlichen Lernquelle für offensive Teams.
Dieser Vortrag zeigt an ausgewählten, öffentlich dokumentierten Kampagnen und eigener Forschung, wie moderne Angreifer:innen Safe Browsing und SmartScreen umgehen, wie ihre Loader unter dem EDR-Radar bleiben und wie sie ihren C2-Traffic verstecken. Und wie wir dieses Wissen konkret in realistischere Emulation und bessere Detektion übersetzen.
*** Dieser Programmpunkt wird live via YouTube übertragen. ***
Constanze Roedig | SBA Research
Security Operations Center have the requirement to persist data over long timescales and across system layers in order to allow the future forensic triage of an attack. This prevailing “collect-everything” paradigm leads to excessive costs, low signal-to-noise ratios, and analyst alert fatigue. We propose a digitally sovereign kernel-level anomaly based approach realised by eBPF and signed behavioral profiles (“Software Bill of Behavior”, SBoB). Our prototype continuously monitors system calls, network traffic, and file operations, detects significant deviations in real time, and triggers event-driven data capture.
This talk will explain how
- pre-correlation allows filtering through millions of false-positives with time-to-verdict in sub-seconds
- expected reduction of data-volume scales with desired precision
- to deal with eBPF blindness
- performance and observability engineering is crucial for robust detections under high loads
For anyone who is tired of alerts.
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Jonas Plitt | a-team rocks consulting gmbh
Ein Ransomware-Vorfall beginnt nicht immer mit verschlüsselten Systemen. In diesem Fall waren es zwei unklare Meldungen im Microsoft Defender Portal – danach wurde es ruhig. Genau diese Ruhe war das Risiko.
Der Vortrag zeigt, wie aus einem unscheinbaren Signal eine aktive Incident Response wurde: Wir brachten ein leistungsfähiges EDR aus, schufen Sichtbarkeit im Netzwerk und korrelierten Endpoint-, Identity- und Netzwerkspuren zu einer belastbaren Angriffstimeline. Der vermutete Ransomware-Actor setzte auf fileless Techniken, interagierte mit Sicherheitskontrollen und versuchte, sich geräuschlos durch die Umgebung zu bewegen.
In drei Schritten zeigen wir, wie Sichtbarkeit, kontrollierte Maßnahmen und klare Entscheidungen die Verschlüsselung verhinderten. Die Umgebung wurde koordiniert vom Internet getrennt, während der Kunde arbeitsfähig blieb. Die wichtigste Erkenntnis: Fileless heißt nicht spurlos – und mit guter Vorbereitung wäre dieser Angriff früher gestoppt worden.
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Akashpreet Wedech & Florian Hehenberger | PwC Österreich
Ransomware zählt weiterhin zu den größten Bedrohungen für Unternehmen, doch viele Sicherheitsmaßnahmen werden nur selten unter realitätsnahen Bedingungen getestet. In diesem Vortrag berichten Florian Hehenberger und Akashpreet Wedech aus mehreren groß angelegten Safe Ransomware-Simulationen. Mithilfe von Assumed-Breach-Szenarien wurden verschiedene Umgebungen im Hinblick auf Initial Access, Lateral Movement, Exfiltration und eine kontrollierte Verschlüsselungssimulation mit harmlosen Sample-Daten untersucht.
Der Fokus lag darauf, reale Angriffsabläufe möglichst praxisnah nachzustellen und gleichzeitig die Wirksamkeit unterschiedlicher Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere diverser EDR-Lösungen, zu bewerten. Der Vortrag zeigt, welche wiederkehrenden Fehlkonfigurationen, Architekturschwächen und typischen Bewegungsmuster in Netzwerken identifiziert wurden und wie Angreifer selbst in heterogenen Umgebungen ähnliche Wege für laterale Bewegungen finden.
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Stefan Schubert & Marius-Constantin Dinu | VBV-Gruppe
LLMs übernehmen in CI/CD-Pipelines zwei Aufgaben: Sie melden Sicherheitsmängel und erzeugen Code. Daraus folgt eine Prüffrage – wie belegt man gegenüber einem Auditor, dass diese Entscheidungen korrekt sind? Die Frage zerfällt in zwei getrennte Zusagen: Herkunft und Integrität, kryptographisch lösbar, sowie inhaltliche Korrektheit, die nur ein unabhängiger Prüfer belegen kann. Beide zu vermischen ist der Fehler.
Wir stellen eine pro Entscheidung geführte Nachweiskette vor: Jeder Schritt wird signiert protokolliert, jede Aussage mit einem unabhängigen Prüfer gekoppelt und nach Beweisstärke eingestuft. Ein Kalkül begründet, warum unabhängige Prüfer ihr Restrisiko multiplizieren, zwei LLMs hingegen nicht. Implementierung, Experimente und vollständige Verifikation sichern die Ergebnisse; die Konstruktion erfüllt Artikel 12 der KI-Verordnung und die Sicherung anderer auditrelevanten Verifizierungen.
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Ahmed Hassan | Austrian HealthCert (AGES)
Active Directory ist das Rückgrat des Identitäts- und Zugriffsmanagements in Behörden, Unternehmen und kritischen Infrastrukturen. Trotz umfangreicher Investitionen in Endpoint Security, Phishing-Schutz und Multi-Faktor-Authentifizierung bleibt ein Angriffsvektor häufig unbeachtet: IPv6. In vielen Netzwerken ist IPv6 standardmäßig aktiviert, wird jedoch nur unzureichend überwacht oder abgesichert.
Dieser Vortrag zeigt, wie Angreifer mithilfe von mitm6 und Credential-Relay-Techniken vorhandene Vertrauensbeziehungen innerhalb von Active-Directory-Umgebungen ausnutzen können, um Anmeldedaten abzufangen, Authentifizierungsprozesse zu manipulieren und privilegierte Zugriffe zu erlangen – häufig ohne Schwachstellen auszunutzen.
Werner Schober & Clemens Stockenreitner | SEC Consult
Im Zuge dieses Vortrags führen Clemens Stockenreitner und Werner Schober nicht nur in die Welt der physischen Zutrittskontrollsysteme ein, sondern legen auch eine Vielzahl an kritischen Schwachstellen in dormakaba's weit verbreiteter Zutrittskontrolllösung exos 9300 und dazugehöriger Hardware bzw. Software dar.
Insgesamt wurden mehr als 20 Schwachstellen identifiziert. Mehrere der Schwachstellen demonstrieren, wie alle über das Zutrittssystem gesteuerten Türen geöffnet werden können, ohne über eine gültige Zutrittskarte zu verfügen. Andere Schwachstellen erlauben es beispielsweise die gesamte Gerätekonfiguration der dormakaba Zutrittsmanager über das Netzwerk ohne Authentifizierung zu ändern oder ermöglichen den Zugriff auf das Dateisystem dieser Geräte.
Benjamin Floriani & Patrick Pongratz | SecCore GmbH
In dieser Session stellen wir einige NTLM-Relay Angriffe vor, die noch immer in Active-Directory Umgebungen relevant sind. Dabei erläutern wir gängige Schutzmechanismen wie SMB- und LDAP-Signing und demonstrieren, auf welche Weise diese ohne umfassendes Hardening umgangen werden können. Zudem werden häufig übersehene Relaying-Ziele vorgestellt, die ein zusätzliches Risiko darstellen können. Die Angriffe werden dabei auch in einer Test-Umgebung vorgezeigt.
Felix Eberstaller | QuellSec
OT protocols were designed to trust the network. Fifteen years of ICS tooling has grown around that assumption, one protocol per tool, each built in isolation. OIDA (OT/ICS Discovery & Assessment) is a new open-source framework that covers the full stack: one CLI, one binary, 25+ industrial protocols under a single uniform syntax. Scan. Fuzz. Assess. Offline and air-gapped, no agent on the device.
This talk presents the v1.0 release. We walk through the four core operations: discovering assets at the layer OT devices actually respond to, enumerating protocols natively down to the function code and data point, fuzzing live parsers, and combing captures offline with 109 protocol-aware listeners. Live demos against real protocol stacks. Released under AGPL-3.0 through QuellSec, an Austrian non-profit for open-source ICS security.
Dominik Steffan & Felix Schuster | AIT Austrian Institute of Technology
Windows 11 22H2 führte LSA Protection (PPL) als Standard für neue domänengekoppelte Installationen ein und machte das klassische Toolkit zur Credential-Extraktion damit weitgehend wirkungslos. Tests auf 25H2 zeigen eine Durchsetzung, die deutlich hartnäckiger ist als dokumentiert: auf domänengekoppelter, HVCI-fähiger Hardware läuft lsass als PsProtectedSignerLsa-Light — unabhängig von Registry-Wert, UI-Toggle, lokaler GPO oder Domain-GPO, allesamt auf „Deaktiviert" gesetzt, allesamt ignoriert.
Selbst Microsofts eigenes signiertes Opt-Out-Tool (SecConfig.efi) zeigte keine Wirkung. Einzig das Deaktivieren von Secure Boot auf Firmware-Ebene hob PPL auf — auf physischer Hardware erfordert dies UEFI-Firmware-Zugang. Ein lokaler Administrator hat keinen rein softwarebasierten Weg, PPL auf einem korrekt konfigurierten System zu deaktivieren. Trotz dieser Härtung bestätigen praktische Tests, dass kslkatz lsass bei aktivem PPL erfolgreich extrahiert — durch Missbrauch eines legitimen, signierte
Florian Haselsteiner | SEC Consult, USTP
This talk examines how established macOS exploitation techniques can be applied to a largely overlooked attack surface: audio plugin installers. By analyzing installers from multiple major vendors, we demonstrate how common design and implementation flaws can be leveraged to achieve local privilege escalation.
The presentation covers nine CVEs across five different vendors, highlighting recurring vulnerability patterns, exploitation strategies, and the security implications for both developers and end users. Attendees will gain insight into the intersection of macOS installer security and the audio software ecosystem, along with practical lessons for identifying and mitigating similar issues.
Timo Longin | SEC Consult
Ever wondered what would happen if a huge email provider like Gmail, Yahoo, or iCloud forgot to check who’s actually sending the email? Well, you’re in luck. In this talk, we’ll go on a deep dive into various kinds of “From:” header spoofing, letting us send emails from billions of email addresses. Bypassing SPF, DKIM, and DMARC? No problem.
We’ll start with some emailing fundamentals to cover the basics. Then, we’ll explore the technical intricacies of email spoofing and MIME header parsing differentials in major providers. Lastly, we’ll take a look at some painfully frustrating vulnerability disclosures.
Whether you're a researcher, a pentester, or just someone who wants to know how fragile email security still is, this talk will be fun. And who knows - maybe you’ll even be able to find your very own email spoofing vulnerability.
Georg Ungerböck & Stephan Bauer | ARCANIX OG
Die zunehmende Vernetzung von IT-, IoT- und Embedded-Systemen erweitert die Angriffsfläche moderner Produkte und stellt hohe Anforderungen an die Cybersicherheit über den gesamten Software-Lifecycle. Over-the-Air (OTA) Updates sind dabei zentral, um Sicherheitslücken schnell zu schließen und Systeme resilient zu halten, werden jedoch selbst zunehmend zum Ziel von Angriffen auf Integrität und Lieferketten.
Mit ARCANIX verfolgen wir einen Security-by-Design-Ansatz, der sichere Softwareentwicklung, kryptografisch abgesicherte Update-Prozesse und vertrauenswürdiges OTA-Deployment verbindet. Im Rahmen der IT-SECX 2026 zeigen wir, wie der Cyber Resilience Act (CRA) die Anforderungen an sichere OTA-Updates verschärft.
Der Vortrag beleuchtet zentrale CRA-Anforderungen wie Authentifizierung, Signierung, Integritätsschutz sowie Rollback- und Recovery-Strategien und zeigt an.
Reinhard Kugler | SBA Research
CI/CD pipelines play an important role in modern software development. From a security perspective, this methodology contributes to more secure products, as automated checks can be applied on every run. Developers define tasks in a metadata file, and the system executes the defined jobs automatically. But what if the build chain itself becomes the security problem, allowing attackers to manipulate artifacts or take control of backend infrastructure? Let’s take a deep dive into “Poisoned Pipeline Execution” (OWASP CICD-SEC-4).
Builds are typically carried out in multiple steps using Runners—agents that pick up jobs and execute build instructions. These instructions, such as compiling a program or building a container image, are usually performed inside containers. Containers may provide isolation, but the effectiveness in terms of security strongly depends on the Runner’s configuration. Attackers can abuse Runners to execute arbitrary commands, leading to information disclosure or privilege escalation. While such attacks are well documented, effective detection mechanisms are often lacking.
Any viable detection method must be independent of the source code, language-agnostic, and container-friendly. The eBPF technology, which enables tracing of kernel-level activity, is well suited for this purpose. In this talk, we explore security vulnerabilities in CI Runners, how they become targets for attackers, and how malicious activities can be detected using eBPF.
Philipp-Sebastian Vogt | AIT Austrian Institute of Technology
The increasing availability of low‑cost Software Defined Radios (SDRs) has greatly expanded access to radio‑frequency analysis for researchers and practitioners. Devices such as RTL‑SDR dongles enable detailed exploration of wireless communication protocols, including those used in consumer drone systems.
This work presents an experimental study on using SDRs to analyze drone control channels and identify potential security weaknesses. Using a custom GNU Radio module, we demonstrate demodulation and inspection of real drone communication signals, showing how insufficiently protected links may expose critical metadata such as device identifiers or control patterns.
The study aims to raise awareness of these vulnerabilities and emphasize the need for stronger cryptographic protection and authentication in unmanned aerial vehicle communications. We conclude with an overview of countermeasures, directions for future research, and a live end‑to‑end demo operating on actual drones.
Jakob Pachmann
CBOR (RFC 8949) is a binary serialization format used in constrained security-critical systems like FIDO2/WebAuthn and COSE. Despite a precise specification, implementations diverge across languages and systems, leading to different behavior when confronted with the same input. In this talk, 11 CBOR parsers across seven languages are compared to identify security-relevant behavior, such as unexpected acceptance/rejection of input, hangs and crashes.
Martin Grottenthaler | VidraSec
Laufwerksverschlüsselung ist keine optionale Maßnahme. Irgendwann geht ein Notebook verloren oder wird gestohlen. Dann entscheidet die Konfiguration, ob nur das Gerät weg ist oder auch die Daten.
Dieser Talk knüpft an den IT-SECX-Vortrag von 2021 an. Was sich seither verändert hat: Angriffe wie Bitpixie und YellowKey benötigen keine spezialisierte Hardware mehr. YellowKey ist ohne Spezialequipment, ohne Vorbereitung, in unter fünf Minuten durchführbar.
Die Angriffsfläche wächst: Cold Boot, DMA, TPM Sniffing, Bitpixie, YellowKey. Was viele unterschätzen: Ein Windows Update reicht oft nicht. Je nach Angriffsvektor sind Konfigurationsanpassungen oder Hardwareänderungen notwendig.
Dieser Talk gibt einen Überblick über BitLocker-Grundlagen, bekannte Angriffe, betroffene Komponenten und Gegenmaßnahmen, inklusive Live-Demo von YellowKey. Wer ihn gesehen hat, weiß wie BitLocker korrekt abgesichert wird und ob Handlungsbedarf besteht.
Viktor Zelezny | Accenture
Post-Quantum-Cryptography (PQC) bietet erprobte Gegenmaßnahmen gegen Angriffe zukünftiger Quantencomputer – doch die geordnete Migration bestehender Systeme erfordert strategische Planung. Neue Entwicklungen im Quantenbereich spiegeln sich in der regulatorischen Erwartungshaltung wider und machen deutlich: die dafür verbleibende Zeit wird kürzer.
Welche Systeme gefährdete Kryptographie einsetzen, ist jedoch oft nicht hinreichend bekannt. Organisation sollten daher einen Überblick über die eingesetzte Kryptographie gewinnen und darauf aufbauend die risikobasierte PQC-Migration planen. Die Umstellung von webexponierten TLS-Verbindungen auf PQC-Standards ist ein natürliches erstes Ziel.
Dieser Vortrag vermittelt die technischen Grundlagen der Quantenbedrohung aus den Bereichen Kryptographie und Quantencomputing, zeichnet ein Bild der jüngsten Entwicklungen in Technologie und Regulatorik und gibt Praxiseinblicke in die strukturierte Migrationsplanung aus dem Berateralltag.
Tobias Höller | Johannes Kepler Universität Linz
Überwachungskameras sind überall. Von öffentlichen Verkehrsmitteln über unsere Arbeitsplätze bis hin zu unseren Schlafzimmern. Aber was passiert, wenn diese Kameras plötzlich für jedermann zugänglich werden?
In diesem Vortrag wird erzählt, wie fünf Studenten innerhalb weniger Monate fast 2000 öffentlich zugängliche Kameras in Österreich gefunden haben und was wir daraus über unsere Gesellschaft und die Herausforderungen für IT-Sicherheit in den nächsten Jahren lernen können.
